BILD-Zeitung entschuldigt sich für Doppelmoral

Berlin (dspa) – In den letzten Wochen hatte sich die Bild-Zeitung (63) intensiv darüber aufgeregt, dass das Disneyland Paris (23) Preise vom Herkunftsland der Zahler abhängig machte. Natürlich kann man sich fragen, ob eine einseitige finanzielle Benachteiligung von Ausländern aufgrund ihrer Nationalität eine Diskriminierung bedeutet. Auf der anderen Seite befürwortet die Bild-Zeitung die Forderung der CSU nach einer „Ausländer-Maut“, bei der diese Frage sicherlich genauso legitim ist. Für diese Doppelmoral entschuldigte sich der Sprecher der Bild-Zeitung in der vergangenen Woche während eines Interviews der FAZ: „Uns ist klar, dass diese beiden Meinungen im Widerspruch zueinander stehen. Aber das interessiert den Stammtisch-Besucher doch gar nicht. Wir sind die Zeitung mit der größten Auflage in Deutschland. Das liegt daran, dass wir schreiben, was die Leute hören wollen. Da können wir uns Qualitätsjournalismus doch gar nicht leisten!“

Das offene Eingeständnis verwundert zunächst. Auf den zweiten Blick kann es der Bild-Zeitung jedoch kaum schaden, da nicht damit zu rechnen ist, dass viele Bild-Leser zur FAZ greifen.

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