Deutsche Fußball-Scharia sorgt für Aufsehen

Frankfurt am Main (dspa) – Der DFB zieht Konsequenzen aus der Niederlage und diskutiert neue Regeln für das Spiel mit dem runden Leder. Für Aufsehen sorgte das umgangssprachlich „Fußball-Scharia“ genannte Regelwerk, wegen harten Sanktionen für kleine Aktionen. Hier einige Beispiele:

Zitat: „§1: Die erste Regel des Fußballclub ist: rede nicht über den Fußballclub […] §23: Als Strafe für das erste Handspiel wird dem Spieler die linke Hand abgeschlagen. Für das zweite Handspiel wird die rechte Hand abgeschlagen. Weitere Handspiele sind dadurch ausgeschlossen.“

Ob die Auflagen dafür sorgen, dass Niederlagen wie im heutigen EM-Halbfinale gegen Frankreich verhindert werden können, bleibt abzuwarten. Sehr wahrscheinlich ist dafür aber, dass Handspiele so in Zukunft stark reduziert werden können. Ob in Zukunft eine armlose Mannschaft ins Finale einziehen oder bei den Paralympics antreten würde, wird noch spekuliert.

Positive Studie zum Mindestlohn. Trotzdem titelt tagesschau.de: „IAB-Studie zur neuen Lohnuntergrenze – Forscher halten Mindestlohn für Jobbremse“

Tagesschau.de berichtet über eine neue Studie, nach der „ohne den Mindestlohn ca. 60.000 zusätzliche Jobs hätten entstehen können“.

Interessant ist natürlich, dass die Überschrift eine eindeutig negative Aussage über den Mindestlohn trifft. Nach Aussage des Sprechers des Instituts für neoliberale Arschlochpolitik in Köln, Monrad Keier, hätten „sogar noch viel mehr neue Jobs entstehen können, wenn die Unternehmen für diese gar kein Gehalt zahlen müssten.“

Auf Nachfragen an tagesschau.de, ob denn das grundsätzliche Konzept, dass man von seiner Arbeit auch Leben könne soll (frei nach der FDP, Leistung muss sich lohnen), erhielten wir bis Redaktionsschluss keine Antwort.

Medienkritikteil: die Überschrift ist eine klare Irreführung.

Leider lenkt die negative Überschrift von den ganzen positiven Folgen des Mindestlohns ab, sowie den interessanten, den Mindestlohn unterstützenden Forschungsergebnissen der oben verlinkten Studie. Daher zitieren wir diese hier nochmal im Volltext.

Der Mindestlohn ist knorke, weil:

„Höhere Löhne, längere Arbeitsverhältnisse

Anfang 2015 wurde die gesetzliche Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde eingeführt.

Die Auswertung zeige, dass der Mindestlohn weder zu einem „Abbruch des positiven Beschäftigungstrends“ noch zu einer konjunkturellen Delle geführt habe. Umgekehrt führte der Mindestlohn nach Erkenntnissen der Forscher in Betrieben, die bisher geringer bezahlte Mitarbeiter beschäftigen, zu deutlichen Lohnsteigerungen – besonders stark im Osten Deutschlands. Dort lag der Lohnanstieg auf Betriebsebene ein gutes halbes Jahr nach der Mindestlohneinführung im Schnitt bei 5,2 Prozent, im Westen dagegen nur bei 3,4 Prozent. Zugleich komme es in Betrieben, die Mindestlohn-Empfänger beschäftigten, zu einer geringeren Fluktuation. „Die Leute werden länger beschäftigt als früher“, so Möller.

Die Forscher fanden keine Hinweise darauf, dass Betriebe die Folgen des Mindestlohns durch den verstärkten Einsatz von Freiberuflern ausgeglichen haben. Sie betonen zugleich, dass sie keine Aussagen zu einer möglichen Verlagerung von regulärer Beschäftigung hin zu mehr Schwarzarbeit treffen könnten. Zudem seien nur kurzfristige Effekte der Mindestlohn-Einführung untersucht worden. Langfristige Effekte auf die Konjunktur und den Arbeitsmarkt sowie negative Konsequenzen wie mögliche Firmenpleiten infolge höherer Lohnkosten ließen sich demnach durch die Studie ebenfalls nicht überprüfen.“

 

Wer Armut anprangert, spielt mit dem Feuer?

Ein argumentativ fragwürdiges Gedankenexperiment, dass in seiner Konsequenz im Endeffekt genau das tut, das es anklagt: Spiegel-Online veröffentlicht auch Artikel von Menschen, die die Existenz von Pegida, AfD und Co. gerne mal bei denen Suchen, die sich für mehr Gerechtigkeit im Land stark machen. Das ergibt natürlich Sinn. Lesen Sie die kommentierte Fassung des Originalartikels. Zitate wurden kenntlich gemacht und eingefärbt.

Der Link spricht schon Bände: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/armut-paritaetischer-wohlfahrtsverband-spielt-mit-dem-feuer-a-1078831.html

Erster Eindruck: Der Wohlfahrtsverband hat sich vermutlich einen dicken Ferrari geleistet? Oder sonst irgendwas absolut unpassendes gemacht? Aber es geht erstmal weiter.

Der gefährliche Blues vom bitterarmen Deutschland

Nun hat uns Ulrich Schneider wieder den Blues gesungen. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der in seiner Freizeit Frontmann einer Rockband namens „Dude“ […] ist, stellte am Dienstagmorgen in Berlin den neuen Armutsbericht seines Verbandes vor: […] Bundesweit seien 15,4 Prozent der Menschen arm, bei den Kindern und Jugendlichen seien es sogar etwa 19 Prozent. Millionen Menschen würden „ausgegrenzt“ und in „Subkulturen abgedrängt“, mahnte Schneider, das alles sei „erschreckend“.

Hier wollen wir erstmal festhalten, dass die Wortwahl dieses Kommentars respektlos auf der Grenze zum verhöhnen ist. In der Regel kein Zeichen für die intellektuelle Stärke der vorzubringenden Gegenargumente, die man nun ja erwarten kann.

[…] Doch diese Menschen [Anmerkung: die Flüchtlinge] fließen in Schneiders Rechnung noch gar nicht ein, weil der Verband mangels frischen Datenmaterials mit Zahlen aus 2014 operiert, also aus einer Zeit vor dem großem Zuzug.

Würde das bei anderen Themen auch stören? Es ist tendenziell auch möglich, von guter wissenschaftlicher Praxis auszugehen, wenn man Daten verwendet, die vollständig vorliegen und ausgewertet werden können.

Abgesehen davon, ist der alljährliche Blues-Song sowieso ein schiefes Lied. Für Schneider und seine Fans sind nämlich alle Menschen „arm“, die von weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens leben müssten.

Das Prinzip nennt sich relative Armut. Es ergibt umgekehrt wenig Sinn, zu behaupten, jemand der den deutschen Mindestlohn verdient sei nicht arm, wenn man den Verdienst mit dem durchschnittlichen Einkommen in beispielsweise Burkina Faso vergleicht. Googlen wir man schnell das mittlere Einkommen, so erhalten wir einen Median-Wert von 2008 (https://de.wikipedia.org/wiki/Mittleres_Einkommen) von 1.772 € netto. Es finden sich auf der Seite noch andere Werte, die jedoch weniger hoch sind, und wir wollen Herrn Kleinhubbert ja wohlwollend gegenübertreten.

Rechnen wir also aus, was 60% vom mittleren Einkommen ausmachen, landen wir bei 1033 €. Der Paritätische sagt also, dass Menschen die in Deutschland weniger als 1033 € netto zur Verfügung haben, als arm gelten.

Das ist zumindest heikel, denn selbst wenn in unserem Land nur millionen- und milliardenschwere Ferrari-Fahrer gemeldet wären, gäbe es hier Armut. Irgendwer fällt immer unter die Grenze.

„Irgendwer fällt immer unter die Grenze“ ist ein recht schlechtes Argument gegen das Prinzip der relativen Armut. Da ist gar nichts heikel dran, denn in Deutschland leben nicht nur Ferrari-Fahrer. Das völlig aus der Luft gegriffene Beispiel, dass natürlich den Begriff der Armut obsolet machen würde, hat gar nichts mit der Realität zu tun, und ist daher vollkommen fehl am Platze. Das der Paritätische die ärmeren Ferrari-Fahrer dann immer noch als arm bezeichnen würde, unterstellt Herr Kleinhubbert einfach mal.

Unterstützung für AfD und Co.

Es zeugt also nicht zwangsläufig von steigender Armut, wenn immer mehr Menschen unter die 60-Prozent-Schwelle rutschen, sondern allenfalls von wachsender Ungleichheit, die zu beklagen ja eigentlich schon ausreichen würde. Doch Schneider und den Seinen genügt das nicht, sie verkünden trotz nachweislich steigender Durchschnittseinkommen, gesunkener Arbeitslosigkeit, Mindestlohn und weiter ausgebauter sozialstaatlicher Leistungen unbeirrt und jedes Jahr die Mär vom bitterarmen Deutschland.

Mit diesem kleinen „Also“ stellt Herr Kleinhubbert seine Vision vom Ferrari-Deutschland, in dem der völlig verrockte Paritätische trotzdem Armut erkennen will, einfach mal als wahr da.
Wenn es „nachweislich“ steigende Einkommen usw. gibt, wo bleiben dann die Quellen? Oder sind das nur die, die „unbeirrt jedes Jahr die Mär vom reichen Deutschland verkünden?“

Schauen wir nochmal auf Wikipedia:

„Kaufkraftbereinigt auf Basis der Preise von 2005 lässt sich folgende Entwicklung des Medians des Nettoerwerbseinkommens aller abhängig Beschäftigten feststellen:

  • im Jahr 2000 (33,2 Millionen abhängig Beschäftigte) 1.324 Euro/Monat,
  • im Jahr 2005 (33,4 Millionen abhängig Beschäftigte) 1.300 Euro/Monat,
  • im Jahr 2010 (35,3 Millionen abhängig Beschäftigte) 1.294 Euro/Monat.“

 

Sieht jetzt tendenziell nicht nach Wachstum aus.
Weil ich mich einfach nicht daran erinnern kann: was ausser dem Mindestlohn ist an sozialstaatlichen Leistungen in den letzten Jahren denn eigentlich ausgebaut worden? 

Das ist gerade in diesen Zeiten äußerst gefährlich. Denn wer dem Paritätischen Wohlfahrtsverband seine Botschaft einfach so abkauft, den kann schnell die Wut packen – auf ein System, das die eigenen Bürger angeblich in Armut vegetieren lässt.

Es ist fahrlässig, den Eindruck zu erwecken, dass es vielen Menschen in Deutschland immer schlechter geht. Wer wider besseres Wissen so tut, als könnten immer mehr Männer und Frauen trotz harter Arbeit oder gestiegener Hartz IV-Bezüge kein würdiges Leben führen und zum Beispiel ihren Nachwuchs nicht mehr angemessen ernähren, der handelt verantwortungslos. Er trägt weitere Unruhe in jene Teile der Bevölkerung, die wegen der Flüchtlingskrise ohnehin schon verunsichert sind, und treibt denjenigen Wähler und Unterstützer zu, die einfache Antworten liefern.

Es kann also sein, dass Blues-Sänger Schneider einige neue Fans bekommt, die er sich nicht gewünscht hat. Zum Beispiel AfD-Politiker, NPD-Wirrköpfe und Pegida-Gröhler.

Der Hartz-4 Regelsatz beträgt 404 €. Gut, sagen wir, man bekommt noch die Miete dazu, schätzen wir sie einfach mal großzügig auf 350 €. Dann liegen wir bei 754 € oder ca. 73% der vom Partitätischen Wohlfahrtsverband vorgeschlagenen Armutsgrenze. Können wir uns vorstellen, dass 404€ zur freien Verfügung im Monat eine echte Beteiligung am sozialen Leben in Deutschland ermöglichen?

Und hier liegt jetzt das eigentliche Kunststück.
Seit Jahren wird der Sozialstaat abgebaut. Vielleicht schrumpft das Sicherheitsgefühl, wächst die Angst vor Altersarmut und sozialem Abstieg, gerade weil „immer mehr Männer und Frauen trotz harter Arbeit oder gestiegener Hartz IV-Bezüge kein würdiges Leben führen und zum Beispiel ihren Nachwuchs nicht mehr angemessen ernähren können.

Vielleicht existiert die Unruhe in der Bevölkerung, grade weil es vielen Menschen in Deutschland immer schlechter geht. Weil als alternativlos bezeichnete, neoliberale Wirtschaftspolitik die Menschen allein lässt. Das neoliberale Kapitalismusmodell versagt in vollen Zügen. Die Menschen bekommen das am eigenen Leibe zu spüren, immer mehr müssen Flaschen sammeln.

Herr Kleinhubbert, kann es sein, dass der Abbau des Sozialstaats und die wachsende Armut in Deutschland ein Grund für den Zulauf von Pegida und AfD sind? Und nicht etwa der Paritätische Wohlfahrtsverband, der das Kind lediglich beim Namen nennt?

Wer spielt hier bitte mit dem Feuer, ist dann wohl die Frage, die bleibt. Was wollen Sie erreichen, mit einem derartigen Artikel? Vielleicht kann jemand aufzeigen, wo ein solcher Artikel mehr zum gesellschaftlichen Frieden beiträgt, als die Arbeit des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der schlicht und einfach eine Verbesserung der Sozialpolitik in Deutschland fordert?

Wer Wind sät, wird Sturm ernten, so heißt es. Die Aussaat kommt aber nicht vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Der Kausalität zu folgen ist kompliziert, aber letztlich in diesem Fall doch sehr deutlich: die Politik, spätestens seit der Agenda 2010, geht gegen den Großteil der Menschen. Die Bankenkrise, die Finanzkrise, der Abbau des Sozialstaats, das alles geht zusammen und verunsichert die Menschen. Darin liegt der Grund für extreme Bewegungen wie Pegida, um die zu bekämpfen, genau wie kriegerische Auseinandersetzungen, am besten bei den Ursachen und nicht bei den Symptomen gearbeitet wird. Und ein Armutsbericht ist nichts anderes als ein Symptom.

 

#mausgerutscht: Realsatire der AfD nicht zu überbieten

Bonn (dspa) – Die Schrottpresse kapituliert vor der Realsatire der AfD. 

Nach der Aufregung um die Schießbefehl-Forderung der AfD sorgt nun die Erklärung der AfD Politikerin Beatrix von Storch für Spott: Sie sei auf der Tastatur ausgerutscht.

http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/AfD-Vize-erntet-viel-Spott-f%C3%BCr-Schie%C3%9Fbefehl-Erkl%C3%A4rung-article3180656.html

Die Redaktion der Schrottpresse hat lange beraten, wie solche Äußerungen satirisch zu verarbeiten seien und schließlich kapituliert. Die Äußerungen der AfD kann man nicht mehr ad absurdum führen, das hat die AfD schließlich schon vorweg erledigt. Es sind schlechte Tage für die deutsche Satire, wenn Forderungen von Parteien, die sich selber ernst nehmen, die von Satire-Institutionen (Schrottpresse, die PARTEI) an Absurdität überbieten. Und erst recht sind es schlechte Tage für die deutsche Politik.

NPD fordert Schussbefehl auf AfD-Wähler

Berlin (dspa) – Mehrere Mitglieder des NPD-Vorstandes fordern Schussbefehl auf AfD-Wähler, wegen Übernahme ureigener NPD-Ideen. Damit werbe die AfD der NPD Stammwähler ab, so die NPD. „Dies könne nicht toleriert werden und müsse mit entsprechender Härte beantwortet werden“.

Die NPD reagiert damit auf Forderungen der AfD, Flüchtlinge an der deutschen Grenze mit Waffengewalt aufzuhalten, sprich scharf auf Menschen zu schießen. In der Sache sei man sich zwar einig, folgert die NPD, das sei aber genau das Problem. „Es konn norrrr einen Kopierer gäben!“ intoniert die NPS-Spitze und meint damit wohl ca. 80 Jahre alte Ideen, die damals schon scheiße waren.

Die Jahresvorausschau: 2016

Das Jahr ist tot – es lebe das neue Jahr. Das Karussel dreht sich weiter. Was erwartet uns im neuen Jahr? Hier ist die politisch korrekte, in sauberster journalistischer Arbeit entstandene Jahresvorausschau 2016:

Januar:
Millionen Arbeitnehmerinnen nehmen den Vorschlag der Kölner Oberbürgermeisterin wörtlich und halten künftig eine armlänge Abstand von allen Männern und Gegenständen mit männlichem Artikel.

Februar:
Besonders im Rheinland gehen tausende maskierte auf die Straße und bilden so den größten Massenprotest in der Geschichte der Bundesrepublik.

März:
Der Geburtstag des Heiland wird gebührend gefeiert. Einige Christen feiern den muslimischen Ramadan als Zeichen der Solidarität, vertun sich dabei aber im Termin.

April:
Millionen von Männern tun es den Frauen gleich, und halten Abstand. Gesellschaftlich akzeptierte Nähe zu Gegenständen kristallisiert sich zu einem Gegenstand, der traditionellerweise mit Neutrum-Artikel geschrieben wird. Seltsamerweise halten trotzdem fast alle eine Armlänge Abstand zu ihrem Smartphone.

Mai:
Es wird wärmer. Pegida und die AfD sind sicher, dass die Flüchtlinge daran Schuld sind. Na sicher, jeder zusätzliche Flüchtling bringt 80 Watt zusätzliche Wärmeleistung!

Juni:
Die Festival Open-Air Saison geht los. Lutz Bachmann und Bernd Höcke gründen das Adolph-Hitler Sinphonie Orchester. Auf der Deutschlandtournee untermalen Sie „Mein Kampf“ mit Ausdruckstanz und stellen ihre hitlerbarttypische Schambehaarung zur Schau. Nachdem das Event den Monat über medial ausgeschlachtet wurde bewertet die Presse Bachmann und Höcke als geschmacklos, und lässt sie rechts liegen. Bachmann entschuldigt dass mit „Nur ein dummer Scherz.“

Juli – November:
Hmm? Was? Ach lass mich in Ruhe, ich hab Sommerloch. Es ist viel zu warm, da kann ich nicht arbeiten. Schreib doch was über Griechenland.

Dezember:
Wintereinbruch in Deutschland. Die CSU ist sich sicher, dass die Flüchtlinge daran Schuld sind. Thomas de Maiziere gibt bekannt, dass er ein milliardenteueres Großprojekt in den Sand gesetzt hat. Angela Merkel ist sich sicher: „wir schaffen das.“
Ein Großkonzern stellt Produkte her, die allen Menschen schaden. Die Aktien brechen kurz ein, doch dann wird der Konzern mit Hilfe von Steuergeldern wieder saniert.

Donald Trump bestätigt Demenz-Diagnose

Washington (dspa) – Der Milliardär und republikanische Politiker Donald Trump machte am vergangenen Abend seine Demenz-Erkrankung publik. 

Trump verlas am vergangenen Abend bei einer Pressekonferenz nur eine kurze Stellungnahme, nach der er bereits seit fünf Jahren aufgrund seiner Demenz in Behandlung sei. Er gedenke jedoch weiterhin für das Präsidentschaftsamt zu kandidieren, schließlich sei das Publikum an seine krankheitsbedingten verbalen Aggressionen und logischen Brüche gewöhnt. Frei nach dem Credo des Geschäftsmannes werde er eine erfolgreiche Idee [seine Kandidatur] weiter ausschlachten, auch wenn sie noch so dumm sei.

Trump stellte entschieden fest, dass er nicht gedenke, sich für die verbalen Entgleisungen der vergangenen Wochen zu entschuldigen. Erstens könne er aufgrund seiner Krankheit nichts dafür und zweitens habe er schließlich erst durch seine Entgleisungen so viel politischen Erfolg gehabt. Mehr noch: Er gedenke, die medikamentöse Behandlung ab sofort abzusetzen, da die geschmacklosesten und dümmsten Sprüche bisher durch das Medikament noch unterdrückt würden und er diese dem begeisterten Publikum nicht länger vorenthalten wolle. Für seine Medienwirksamkeit sei er bereit, seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Der Politiker hatte behauptet, dass der Deserteur Bowe Bergdahl ohne Gefängnisstrafe davon komme und dass illegale Einwanderer amerikanische Bürger vergewaltigt, zum Analverkehr gezwungen und gekillt hätten. Er hatte ein generelles Einreiseverbot für alle Muslime und eine Mauer über die gesamte Länge der Grenze zu Mexiko gefordert. Außerdem hatte er diverse Personen von öffentlichem Interesse persönlich beleidigt. Beispielsweise hatte er über die Sängerin und Schauspielerin Bette Midler gesagt: „Wenn sie mich sieht, kriecht sie mir in den Arsch. Sie ist ekelhaft.“ Von ähnlich hohem Niveau waren Aussagen gegenüber Heidi Klum („leider keine 10 mehr“), Angela Merkel („die Person, die Deutschland ruiniert“), Megyn Kelly („Aus ihren Augen kam Blut, Blut lief überall aus ihr heraus“, womit er hatte andeuten wollen, dass ihre kritischen Fragen bei einem Interview durch ihre Menstruation bedingt gewesen seien).

Die Schrottpresseagentur ist gespannt auf die neusten Bonmots des dadaistischen Künstlers Trump, einer Realsatirefigur mit großer Schlagkraft. Jedoch halten wir es für unwahrscheinlich, dass Herr Trump, mit oder ohne Medikamente, in der Lage ist, seine eigenen Aussagen noch groß zu toppen.